DAS BUCH DER KÖNIGREICHE

Universelles Fantasy Pen-and-Paper Rollenspiel Setting

Ernährung und Heilkunst

Wenige Hungerwinter im Königreich Teros-Saral

Jede Kultur und jedes Königreich meines Pen-and-Paper Buchs ist unterschiedlichen Faktoren ausgesetzt, die sich mal ähneln und mal völlig unterschiedlich gelagert sind. Ein wesentlicher Faktor für eine Zivilisation ist immer die Gewinnung von Nahrungsmitteln und der Umgang mit Entbehrungen, Krankheiten und Verletzungen. Je besser sich eine Kultur mit energiehaltiger und proteinreicher Nahrung versorgen kann und in der Heilkunde bewandert ist, desto mehr Ressourcen kann sie in eine Weiterentwicklung investieren.

Das nördliche Teros ist ein fruchtbarer Landstrich mit grünen Ebenen, Autälern und Wäldchen, in dem viel Ackerbau und Viehzucht betrieben wird. Angebaut wird Gerste, Roggen und Hafer, die als elementare Pfeiler der Ernährung zum Brot backen und dem Anrühren von Brei dienen. Bohnen, Linsen und Erbsen ergänzen das. Auf Feldern werden Möhren, Rüben, Feldkohl, Feldsalat, Knoblauch, Portulak, Amarant, Bohnenkraut, Dill, Koriander, Kümmel und Sellerie angebaut. Lavendel ist ein hervorragender Exportschlager. Obstanbau liefert zahlreiche Früchte wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Nüsse, Pflaumen und Zwetschgen. Schweine, Rinder, Ziegen, Schafe und Hühner geben Fleisch aber auch andere Dinge des alltäglichen Bedarfs. Zur Milchgewinnung dienen hauptsächlich die Ziegen und Schafe; die Haut der durch gezielte Zucht starken Rinder wird für Leder benötigt. Die Tiere werden im Sommer im Freien gehalten – zum Winter werden viele Tiere geschlachtet, da für sie kein Futter und kein Platz vorhanden ist. Das Fleisch wird zumeist geräuchert und unter der Decke in den Häusern aufgehängt. Getrunken wird hauptsächlich Wasser aus Brunnen und Zisternen aber natürlich auch zahlreiche Biere, Weine und Obstschnäpse. Die Lebensmittel sind im Schnitt hochwertiger als beispielsweise im ebenfalls gut entwickelten Königreich Andor und erst recht besser als im Königreich Barrendyn und dem Belegornland. Die Kunst der Zubereitung ist auf einem hohen Niveau. Die Architektur hat zu einer weit entwickelten Lagertechnik und Speicherbau geführt, die die Bevölkerung vor Hungersnöten schützen. Das südliche Saral hat da schon weniger zu bieten. Es wird durch trockene Steppe, die in Richtung Süden immer unwirtlicher wird, dominiert. In der Vergangenheit wurde mehr und mehr bewirtschafteter Boden zu nährstoffarmem Sandboden, sodass die Siedlungen ausdünnten und die Bevölkerung in nördliche Gebiete zog.

Nicht alltägliche Nahrungsmittel

Meeresfrüchte sind zwar nicht unbekannt, werden aber kaum gegessen. Der Fischfang auf Binnengewässern und Auen ist aufgrund unterentwickelter Techniken wenig ausgeprägt und dient nur wenigen Menschen zur Ernährung. Kleinwild wird gelegentlich in Fallen gefangen und bessert den Speiseplan der kleinen Leute auf. Großwild wird zwar gejagt; da die Teros-Saral jedoch nicht gerne ihre besiedelten Gebiete verlassen, haben sich große Wildbestände in unbesiedelten Gebieten gebildet.

Heilkunst

Kräuterkundige haben über Generationen (Heil-)pflanzen gezüchtet, die in Brot gebacken werden, um es nahrhafter und haltbarer zu machen. Unterschiedliche – zum Teil magische – Kräuter sorgen für Geschmack und ein paar nützliche, positive Nebenwirkungen. Diese Brote werden in der Regel mit Brotstempeln gekennzeichnet. Die Heilkunst ist jedoch nicht so weit entwickelt wie beispielsweise im Königreich Andor, da nur vorhandene Kräuter gezogen und gezüchtet werden, aber eben nicht die Vielfalt der Natur genutzt wird und deshalb auch Kenntnisse fehlen. Eine kleine Ausnahme dieser Regel bildet die Region um die Stadt Tar-Garvon, in der sich wenige Heiler den Fluss Ivlis stromaufwärts wagen, um Ivlislilien zu pflücken. Da Metalle recht rar sind, sind nur wenige Fortschritte bei der Herstellung von Operationsbestecken erzielt worden. Somit ist das medizinische Gerät relativ primitiv.

In Teros-Saral, insbesondere im Süden aufgrund der schlechteren, eiweißärmeren Ernährung, gibt es eine hohe Kindersterblichkeit.