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Das Buch der Königreiche

Systemunabhängiges Low-Fantasy-Setting

für Pen-and-Paper-Rollenspiele

Autor von Das Buch der Königreiche – Pen-and-Paper-Weltenbauer

Blauer Himmel über dem grünen Ufer der Schlei, darüber gelegt ein Foto von Christian Stange

Himmel über der Schlei bei Schleswig

Dein Reiseführer durch Das Buch der Königreiche

Hallo! Ich bin Christian – PnP-Spieler seit den 80ern, SL mit Leidenschaft, Autor von Das Buch der Königreiche und alleiniger Kopf hinter diesem Projekt.

Porträtbild des Autors Christian Stange vor der Tiefburg in Heidelberg
Vor der Tiefburg in Heidelberg – einem Ort mit Geschichte: Hier wurde ein eingemauertes Skelett in Rüstung entdeckt. Eine Sage erzählt, der „Ritter“ habe ein verbotenes Verhältnis zur Dame der Burg Hirschhorn gehabt – und sei dafür lebendig hinter einer Wand verschwunden. Auch mein Abenteuer Verrückte Zeiten kreist um einen Mann, der aus dem Grab zurückkehrt – doch die inhaltliche Parallele zur Tiefburg fiel mir erst beim Besuch dieser sehenswerten Ruine in auf.

Wenn ich nicht gerade Karten zeichne, Kulturen entwerfe oder Fraktionen mit Grautönen ausstatte, überlege ich, wie Rollenspiel noch immersiver, klüger und freier funktionieren kann. Abseits des Schreibtischs engagiere ich mich für Inklusion und unterstütze Menschen mit Behinderungen dabei, selbstbestimmt ihren Weg zu gehen. Ich mag Oldtimer der 80er – und warte darauf, dass mein alter Opel Manta B endlich wieder auf die Straße darf. Mein Lebensmittelpunkt liegt im hohen Norden: in Schleswig an der Schlei – zwischen Nordsee und Ostsee, dort, wo Wasser, Weite und Geschichte zusammenkommen.

Geschichte, Kultur und Events in Schleswig

Die Schleiregion besticht durch hohe Lebensqualität und historische Tiefe – Elemente, die mich immer wieder auch beim Schreiben von Das Buch der Königreiche inspirieren. Wer sich für Geschichte begeistert, sollte die Museumsinsel Schloss Gottorf und das Wikingermuseum Haithabu nicht verpassen – zwei Highlights für kulturinteressierte Rollenspielende, die reale Geschichte mit fiktiven Welten verweben möchten. Doch nicht nur Landschaften und Orte, auch Menschen, Feste und Veranstaltungen spiegeln die reiche Vergangenheit der Schleiregion wider. Seit Jahrzehnten locken die Wikingertage tausende Besucher*innen nach Schleswig – ein Spektakel mit Lagerleben, Schaukämpfen und Marktständen.

Was ich gerade lese: Ellis Peters' Bruder Cadfael

Buchcover 'Bruder Cadfael und das Mönchskraut' vor Buchrücken aller weiteren Bände der Reihe
Der ehemalige Kreuzfahrer Cadfael wird zum Benediktinermönch – und zum Spürhund mit Herz und Verstand.

Ich lese gerade Bruder Cadfael und das Mönchskraut von Ellis Peters – eines von insgesamt 20 Romanen und drei Kurzgeschichten, die allesamt zwischen spielen, zur Zeit des englischen Thronstreit zwischen Stephan und Matilda. Die Handlung ist eng mit der Benediktinerabtei von Shrewsbury in der Grafschaft Shropshire verwoben, einem realen Ort an der Grenze zu Wales. Genau diese Nähe zur historischen Wirklichkeit macht die Reihe für mich so reizvoll – nicht abstrakte Politik steht im Mittelpunkt, sondern das Leben einfacher Menschen mit all seinen Sorgen, Hoffnungen und unspektakulären Momenten.

Die Figur des Cadfael hat es mir besonders angetan: ein aufgeklärter, erfahrener Mann mit klarem Blick auf das Menschliche, gebildet, weitgereist, weltoffen, pragmatisch, empathisch – und weit weniger religiös verklärt, als man es von einem Mönch erwarten würde. Statt Dogma zählt für ihn Vernunft, statt blindem Gehorsam das Gespür für Gerechtigkeit. Als Leser erkennt man rasch: Dieser Mann lebt im 12. Jahrhundert – denkt aber wie jemand, der viel gesehen und verstanden hat.

Mich erinnert das stark an typische Pen-and-Paper-Rollenspielrunden. Auch dort agieren Spielerfiguren mit modernen Überzeugungen in einer fremden Welt – analysieren, interpretieren, hinterfragen. Die Kriminalfälle der Cadfael-Reihe wären ohne weiteres in spannende PnP-Abenteuer übertragbar: stimmungsvolle Schauplätze, nachvollziehbare Motive, vielschichtige Charaktere. Die Autorin erzählt ruhig, aber mit Gespür für Atmosphäre und schafft eine große Nähe zum Menschen. Das gefällt mir – und inspiriert mich.

Vom DSA-Dungencrawler der ersten Stunde zum Spielleiter und Weltenschmied

40 Jahre Rollenspielleidenschaft – und ein eigenes Buch

Schaufenster des Ladengeschäfts 'Thors Schmiede' mit Das Buch der Königreiche in der Auslage.
Im Jahr bei Thors Schmiede in der Schleswiger Innenstadt: Freundliche Mitarbeiter platzierten die Erstauflage von Das Buch der Königreiche fantastisch dekoriert ins Schaufenster. Leider hat das Geschäft die Auswirkungen der Corona-Epidemie nicht überlebt.

Was als private Notizen für eigene Welten und Abenteuer in den 1990er-Jahren begann, wurde nach der Jahrtausendwende zu einem Buch, das ich für den Eigenbedarf im Copyshop drucken und binden ließ. Kurz zuvor hatte ich meine Ausbildung zum Verlagskaufmann abgeschlossen – und wollte endlich meinem lang gehegten Wunsch nachgehen, etwas Eigenes, Kreatives zu veröffentlichen. Seitdem sind meine Aufzeichnungen zu einem umfangreichen Kompendium herangewachsen: systemneutral, gefüllt mit Karten, Orten, NSC und Sandbox-Elementen für Spielleiterinnen und Spielleiter. erschien die gedruckte Erstauflage von Das Buch der Königreiche im Selbstverlag. Phasenweise habe ich in der Welt mit Freunden gespielt, dann wieder über längere Zeiträume fast ausschließlich am Weltenbau gearbeitet.

Das Kompendium entstand nie für den Markt, nie entlang aktueller Trends. Mir als Autor ging und geht darum, selbst überzeugt zu sein – und ein Setting zu erschaffen, das nicht auf High-Fantasy-Klischees setzt, sondern auf glaubwürdige Kulturen, nachvollziehbare Machtstrukturen und stimmige Konflikte. Antagonisten sind selten durchweg böse, NSC wie SC folgen ihren eigenen Motiven und Wünschen, gehören Fraktionen an, die oft schwer zu durchschauen sind. Ich wollte weg von linearen Abenteuern, Railroading und epischen Kampagnen, die SC in Geiselhaft nehmen. Meine Welt erlaubt echte Entscheidungsfreiheit – weil sich die Handlungsstränge unterschiedlichster Abenteuer verzahnen und neugierige, motivierte SC in der Interaktion mit der Spielwelt ständig neue Impulse für spannende Episoden setzen. Mein Ziel als Pen-and-Paper-Weltenbauer bleibt: Spielwelten zu schaffen, in denen sich Geschichten wie von selbst entfalten. Wenn du mehr erfahren möchtest: Im Sommer ist auf dem YouTube-Kanal rpgDAN's Abenteuerwelt ein Interview mit mir erschienen.

Meine PnP-Vita: von DSA bis RM

In der fünften Schulklasse lernte ich eher zufällig das Pen-and-Paper-Rollenspiel kennen – und war sofort fasziniert. Wie bei vielen meiner Generation begann alles mit Das Schwarze Auge (DSA), das ab Mitte der 1980er-Jahre in Deutschland nahezu konkurrenzlos war. DSA2 und die Abenteuer in Aventurien prägten unseren Freundeskreis über Jahre. Zunächst war ich Spieler – doch bald übernahm ich die Rolle des Spielleiters, oder „Meisters“, wie es bei DSA heißt. Mit der Zeit wuchs unser Horizont: Wir entdeckten neue Systeme, Genres und Spielwelten – von AD&D über Shadowrun und Paranoia (2nd Edition) bis Warhammer Fantasy Roleplay (1st Edition), MERS – und schließlich Rolemaster.

Doch keine dieser Spielwelten vermochte uns auf Dauer zu fesseln. Also begannen wir – ab der Oberstufe – eigene Settings zu entwickeln und stützten uns dabei auf das Regelsystem der zweiten überarbeiteten Edition von RM. Ihre nahezu unerschöpflichen Optionen kamen uns sehr entgegen: Wir konnten das System exakt auf unsere Bedürfnisse zuschneiden und uns überflüssig erscheinende Regeln ignorieren – ohne die Spielmechanik aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dem späteren RMSS wollten wir uns nicht anschließen – seine strukturellen Brüche und Widersprüche überzeugten uns nicht. Stattdessen entwickelten wir die klassische Regelbasis kontinuierlich weiter und investierten unsere Energie in das, was uns wirklich wichtig war: eigene Welten, spannende Abenteuer – und eine kreative, engagierte Spielgemeinschaft.

Textgestaltung im Rollenspiel – mehr Wirkung durch Sprache

Illustration eines Stadtmauertums, davor ein blau unterlegter Text
Der mehrere Jahrhunderte alte Turm gehörte einst zur abgebrochenen ersten Stadtmauer Arans. Alter Städter nennt ihn die Bürgerschaft mit ein wenig Stolz und Ehrfurcht, beherbergt doch das einst trutzige und später teilweise eingestürzte Gemäuer heute die stolze Bibliothek der Gelehrtengilde – die vielleicht zweitbedeutendste Wissenssammlung des Königreichs. Dass die Zeit nicht spurlos an diesem geschichtsträchtigen Bauwerk vorbeigegangen ist, spüren Besucher*innen bereits vor dem Betreten. Wie die Spielleitung (SL) diesen Ort für die Spielenden eindrücklich macht, beschreibt der blau unterlegte Absatz Sinneseindrücke für mehr Immersion.

Brockhaus und Wikipedia sind großartige Quellen – aber beim Schreiben für Das Buch der Königreiche wähle ich bewusst einen anderen Ton. Statt nüchtern und sachlich zu beschreiben, wie es Lexika tun, will ich deine Fantasie anregen – nicht die eines Vermessungsingenieurs. Meine Texte sollen für dich und deine Spielrunde ein paar Stunden lang eine Welt entstehen lassen, die lebendig und spürbar wird. Natürlich gibt es Ausnahmen: Informationen, die schnell erfassbar sein müssen, bereite ich in prägnanten Texten, Listen oder Tabellen auf. Mir geht es nicht darum, im sogenannten Fluff zu versinken.

Kein Buchabschnitt entsteht aus dem Bauch heraus – auch erzählerische Passagen folgen festen Prinzipien. Ich schreibe aktiv statt passiv, bevorzuge den Verbalstil gegenüber Nominalkonstruktionen und nutze gezielt Adjektive, um Farbe in den Text zu bringen. Bildhafte Sprache, Metaphern und Sinneseindrücke wecken beim Lesen innere Bilder. Abwechslung in Satzbau und Rhythmus hält das Interesse wach. Ich formuliere eher positiv als negativ, setze Synonyme ein, denke mich in die lesende Person hinein – und spreche sie möglichst direkt an. So entstehen Texte mit Atmosphäre – ganz ohne Hexenwerk. Wie wertvoll es sein kann, sich im Spiel in etwas hineinversetzen zu können, schildere ich im Abschnitt Immersion durch sinnliches Erzählen und weitere Mittel.

Neben Erfahrung nutze ich beim Schreiben auch digitale Werkzeuge: Synonym-Wörterbücher oder Generatoren für Namen – und inzwischen sogar ChatGPT. Die KI ersetzt mich nicht, aber sie inspiriert und unterstützt. Rohfassungen, Perspektivwechsel, Denkanstöße – nützlich, ja. Doch meinen Qualitätsanspruch an Buchinhalte erfüllt sie nicht und ich muss sorgfältig redigieren.

Rollenspiel-Layout mit oldschool Herz und moderner Hand

Karte Johns Schmiede und Dariellas Herberge 'Zur Phalanx' sowie schwarz-weiße Illustrationen der beiden NSC
Herbergen, Tavernen und Spelunken: Allzu häufig kehren Abenteurer*innen in diese Häuser ein. In Aran ist die von Dariella geführte Phalanx ein beliebter Treffpunkt, direkt angrenzend an Johns Schmiede. In jüngeren Jahren stand John im Dienst des Militärs, bis eine Verwundung sein Soldatenleben abrupt beendete. Heute sind er und Dariella ein glückliches Paar und haben ein gutes Auskommen. Übrigens: Diese und viele weitere Gebäudepläne kannst du im Abschnitt Gebäudepläne – von der Kate bis zur Burg kostenlos downloaden.

Ein Pen-and-Paper-Rollenspiel braucht keine spektakuläre Grafik und keine Spezialeffekte – die Bilder entstehen in den Köpfen der Spielenden. Entscheidend für das Gelingen ist deshalb nicht die visuelle Technik, sondern die Vorstellungskraft von Spielleitung und der Gruppe. Und doch: Wer Rollenspiele spielt, weiß Skizzen, Karten oder Illustrationen zu schätzen – ebenso wie ein durchdachtes Layout, das Atmosphäre schafft und den Inhalt unterstützt. Mein Buch folgt genau dieser Philosophie. Die Spielhilfe bietet eine große gestalterische Bandbreite – vom Format einer Briefmarke bis hin zu vollformatigen Seiten. Ich lege Wert darauf, mit der Zeit zu gehen, ohne meinen oldschool Stil und meine gestalterischen Überzeugungen aufzugeben.

Es waren nie überladene Computerspiele, die meine Fantasie beflügelt haben, sondern die zurückhaltenden Schwarz-Weiß-Illustrationen der Rollenspielklassiker aus den 1980ern – wie die Bücher, Broschüren und Hefte der Rolemaster 2nd Edition. Genau das ist auch meine Bildsprache. Früher entstanden meine Grafiken mit Bleistift und Papier – heute arbeite ich mit Photoshop und InDesign. Inzwischen ergänzt Adobe Firefly meinen kreativen Prozess. Die KI soll dabei nicht mein Buch revolutionieren, sondern mir punktuell helfen, mein reduziertes Artwork qualitativ zu verfeinern – möglichst unmerklich für den Leser. Dem Streben nach höher, schneller, weiter verweigere ich mich bewusst. Das Buch der Königreiche konkurriert nicht mit Hochglanzproduktionen großer Verlage – mein Fokus liegt auf guten Texten, starken Inhalten und einer Gestaltung, die beides trägt.

Erfolg einmal anders bemessen

Zwei Druckfrische Hardcover-Bände von Das Buch der Königreiche
Im erschien die dritte Druckauflage von Das Buch der Königreiche in zwei Bänden. Band I – Teros-Saral, Band II – Ferne Königreiche.

Mein Buchprojekt ist nach wie vor das Hobby eines PnP-Enthusiasten, für den der wirtschaftliche Erfolg zweitrangig ist. Mich treibt stattdessen die Vision an: die Erschaffung einer riesigen inspirierenden Low-Fantasy-Welt und die Freude über das Privileg, sie mit anderen Rollenspieler*innen teilen zu können. Nach 25 Jahren Projektlaufzeit rechne ich für Das Buch der Königreiche alleine die Kosten und Einnahmen der letzten Jahre gegeneinander auf und verzeichne einen satten Verlust von 2.500 Euro. Die reichlich hineingesteckte Zeit noch nicht einmal berücksichtigt.

Verkaufszahlen, Einnahmen und Kosten seit
Print PDF1 Gesamt
Verkaufte Auflage 38 57 95
Einnahmen 2.904,80 € 597,58 € 3.502,38 €
Kosten -6.058,60 €
Ergebnis -2.556,22 €
Stand:

1. PDF-Verkäufe erfolgen über DriveThruRPG. Bei jedem Kauf fallen 35% Verkaufsgebühren an. Je Auszahlung zusätzlich ein Euro.↩︎

Alle Printexemplare sind vergriffen. Eine Neuauflage ist aus Ressourcengründen derzeit nicht geplant – stattdessen liegt mein Fokus vorerst auf der Optimierung der PDF-Version (inklusive Lesezeichen, interner Verlinkung u. Ä.). Bei einem Umfang von knapp 800 Seiten ist die parallele Pflege druckfertiger Daten eine echte Mammutaufgabe. Tipp: Um eine mögliche Neuauflage nicht zu verpassen, schau gerne gelegentlich wieder vorbei – oder besuche zusätzlich Dan's Pen-&-Paper-Abenteuershop. Dort findest du neben Klassikern auch originelle Eigenkreationen für dein Rollenspiel.

Leseprobe

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