DAS BUCH DER KÖNIGREICHE

Universelles Fantasy Pen-and-Paper Rollenspiel Setting

Meine Sammlung: Rolemaster

Fan der 2nd Editon

Anfang der 90er lernte ich im Pen-and-Paper Rollenspiel die 2nd Edition des Regelwerks von Rolemaster kennen. Seit 1980 entwickelt die US-amerikanische Spielefirma Iron Crown Enterprises (ICE) dieses System stetig weiter. Im Laufe der Jahre gab und gibt es immer wieder Lizenznehmer für deutschsprachige Übersetzungen, die mal mehr und mal weniger gelungen sind: Laurin, Queen oder 13Mann. Am liebsten sind mir jedoch die Originale.

Die der 2. Edition nachfolgenden Versionen wie das Rolemaster Standard System (RMSS) oder Rolemaster Fantasy Roleplaying (RMFRP) konnten nie an die einst geweckte Begeisterung anknüpfen. Und da die universelle Spielmechanik mit einem unglaublichen Schatz an Optionsregeln bis heute alle meine Wünsche erfüllt, sehe ich auch keinen Grund für einen Systemwechsel weg von der 2nd Edition. Ein wenig gespannt bin ich natürlich auf Rolemaster Unified (RMU).

Wenn Du mehr über meinen Favoriten erfahren willst, empfehle ich Dir die gut informierte Seite von Wayne's Books - Rolemaster 1st and 2nd Edition.

Kollektion der Rolemaster 2nd Edition

Im Laufe von dreißig Jahren ist meine Büchersammlung zu einer recht umfangreichen angewachsen. Hier stelle ich sie sortiert nach der von ICE vergebenen Stock-Nummer vor und schildere kurz von meinen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Büchern und Heften.

#1000 Rolemaster Box Set

Die Abbildung zeigt das Rolemaster Box Set 2nd Edition Revised mit dem Character Law & Campaign Law, Spell Law and Arms Law & Claw Law.
Hier findest Du ein großes Foto der drei Hefte aus dem Rolemaster 2nd Edition, Revised, Box Set: Character Law & Campaign Law, Spell Law and Arms Law & Claw Law

Als diese Box der Rolemaster 2nd Edition erschien, kannte ich nur die Boxen von DSA. Dieses gute Stück hier auf dem Foto erwarb ich viel später. Das Box Set enthält das Character Law & Campain Law, das Spell Law und das Arms Law & Claw Law. Und zwei Prospektflyer. Gegenüber der vorherigen Version ist nur noch das Arms Law & Claw Law drahtgeheftet. Die beiden anderen Hefte besitzen eine Klebebindung.

#1030 Vikings Campaign Classics

Die Abbildung zeigt das Heft Rolemaster Campaign Classics #1030 Vikings.
Dieses 112 Seiten starke Heft führt Dich stimmungsvoll in die Welt der Wikinger und hilft Dir, ein entsprechendes Pen-and-Paper Rollenspiel Setting zu präsentieren.

Die Rolemaster Themenhefte wie dieses hier über Wikinger und Nordmänner transportieren viele Informationen und zugleich eine schöne Atmosphäre. Auch wenn ich konkret wenig aus dem Vikings im Spiel verwendet habe, diente es mir häufig als Inspirationsquelle. Einige Jahre war sogar ein Reich der Nordmänner in meinem Setting vorgesehen und ich habe dazu auch schon einige Inhalte entworfen, doch schließlich habe ich mich dagegen entschieden. Zu sehr war für meinen Geschmack die Ähnlichkeit zu realen Vorbildern zu erkenen. Gekostet hat mich das Buch einst DM 32,50 - im stationären Handel. Das ist wie Internetshopping, nur in dreidimensionalen Läden mit richtigen Menschen.

#1040 Pirates Campagin Classics

Die Abbildung zeigt das Heft Rolemaster Campaign Classics #1040 Pirates.
Aus der Reihe Campaign Classics führt Dich dieses Heft in die Welt der Piraten.

Das Pirates ist erst seit kurzer Zeit in meinem Eigentum. Konkretes Material werde ich wahrscheinlich weniger verwenden, da die Heftinhalte sehr auf die Piraterie in der Karibik Bezug nehmen und viele dieser Aspekte nicht in die Vorstellungen meines Settings passen. Hier hätte ich mir ein wenig mehr über die Piraterie z. B. in der Nord- und Ostsee oder im Mittelmeer gewünscht, da diese Destinationen besser zu meinen Fanorischen Inseln passen.

#1100 Arms Law & Claw Law - Buch der Schwerter

Auf dem Bild sind drei Versionen des Arms Law & Claw Law - Buch der Schwerter der Jahre 1984 bis 1994 zu sehen.
Drei Varianten gibt es von der 2nd Edition des Arms Law & Claw Law: Das amerikanische Heft links wurde durch ein deutlich schickeres Heft in der Mitte ersetzt. Es folgte die deutsche sehr hochwertige Version.

Ich liebe die Kritischen Treffer. Für mich stellte die Kombination zwischen dem Verlust an Lebenspunkten und zusätzlichen Schäden wie zum Beispiel einen Armbruch, eine sprudelnde Blutung oder eine Zeit Benommenheit gegenüber bisher genutzten Regelwerken eine Erweckung dar. Mit Rolemaster waren Kämpfe plötzlich gefährlich und Parieren notwendig, um zu überleben. Nervenkitzel! Selbst unterlegene Gegner erledigen Dich mit einem Glückstreffer. Deshalb verbinde ich mit diesem Heft richtig viel Spannung. Mein erstes (drahtgeheftetes) Arms Law & Claw Law fiel irgendwann fast auseinander, sodass ich die Seiten ganz gelöst und in Prospekthüllen gesteckt habe.

Eine Randbemerkung: Als eine Hommage auf die schmucken in Leder gebundenen Bücher der 90er Jahre habe ich mein Setting unter dem Titel DAS BUCH DER KÖNIGREICHE veröffentlicht.

#1120 Arms Companion

Die Abbildung zeigt das Arms Companion der Rolemaster 2nd Edition.
Das 125 Seiten starke Arms Companion zählt für mich zu den wesentlichen Heften der Rolemaster 2nd Edition.

Mit der steigenden Anzahl der Companions verloren manche der ursprünglichen Professionen / Charakterklassen ihre Bedeutung. Das Balancing stimmte leider nicht immer. Insbesondere Non Spell User verloren in unseren Pen-and-Paper Runden an Attraktivität, was das für - wenn ich einem Preisetikett folge - für DM 33,00 in Deutschland verkaufte Arms Companion wieder etwas auszugleichen vermochte. Spezielle Professions und zahlreiche durchschlagende Skills eröffneten neue Möglichkeiten. Und viele Optionsregeln (z. B. Weapon Speed Modifiers für die Initiative) übernahmen wir gerne in unser Spiel. Horseman, Indurate und Archer habe ich im Rollenspiel erlebt. Die erstgenannte Charakterklasse machte mit einem Lanzenangriff alles platt, der Indurate war ein Schrecken im Nahkampf und der Bogenschütze stellte sich bereits nach dem Aufstieg weniger Stufen als zweiter Robin Hood heraus. Die am Heftende platzierten Tabellen für u. a. Kritische Treffer gegen große und gewaltige Wesen wanderten sofort in unsere Kollektion der für einen Kampf wichtigen Tabellen.

#1130 Sea Law

Das Cover des Sea Law der Rolemaster 2nd Edition zeigt eine Seeschlacht mit mehreren Schiffen, Kriegern und einem brennenden Segel.
Bei Amazon wird das Heft heutzutage leider für ein horrendes Geld angeboten. Für ein neues Exemplar verlangt gar jemand einen vierstelligen Betrag. Ich verlinke das nicht, um dieses Treiben nicht noch zu fördern.

Weder als Spielleiter noch als Spieler war es mir je vergönnt, ein Seegefecht zu erleben. Und trotzdem war das Sea Law mehrfach eine grandiose Hilfe. Insbesondere vor den Zeiten des Internets erleichterte mir das Heft die Recherche über Schiffe und maritime Themen. Und wer Weltenbau betreibt, findet hier manche Inspiration. Für mich heißt das: Wenn ich mein Königreich Arathan weiter fülle, werfe ich sicherlich wieder einen Blick in das Buch.

Tipp: Ein PDF des Sea Law bekommst Du heute bei DriveThruRPG für kleines Geld!

#1200 Spell Law - Buch der Magie

Gefächert für das Foto: Das Spell Law bzw. Buch der Magie von 1989 bis 1992.
Links ist die erste Version des Spell Laws zu sehen, die es aber in zwei Varianten gab: Ich habe ein Heft mit in blau gedruckten Realm-Seiten und eines in grau. Das Spell Law in der Mitte ist das Heft, welches ich sicherlich am meisten genutzt habe. Rechts ist die deutsche Übersetzung zu sehen.

Meinen ersten langjährigen Rolemaster-Charakter fand ich in diesem Buch: einen Mönch (Monk). Schlechter konnten seine Werte kaum sein, doch ein guter Quickness-Stat, Adrenal Defense, Martial Arts und seine Zaubersprüche stellten sich als tolle Kombination heraus. Mit Körperbeherrschungszaubern und die Sinne schärfenden Sprüchen wuchs er über sich hinaus. Ein wenig schräg fühlte es sich immer an, dass ein Mönch nicht der Leitmagie (Channeling, Kraft durch Glauben an einen Gott) oder Mentalmagie (Mentalism, Geisteskraft) zugehörig ist, sondern wie ein Magier dem Bereich der Essenzmagie (Essence) angehört. Legt man alle Fakten auf die Goldwaage, eignet sich ein Monk weder als asiatische noch europäische Variante. Das Konzept geht nicht auf. Unabhängig davon ist das Spell Law gefüllt mit nützlichen Inhalten, es überzeugt rundum. Nur wenige Dinge wie der Sprucherwerb mit einem Würfelwurf oder die Berechnung der Magiepunkte lösten wir anders.

Die Umfänge der Ausgaben unterscheiden sich merklich ab der überarbeiteten Version: 112 Seiten - 162 Seiten.

#1300 Character Law & Campaign Law - Buch der Helden und Abenteuer

Das Foto zeigt das Character Law & Campaign Law mit der deutschen Ausgabe Das Buch der Helden und Abenteuer der zweiten Edition von Rolemaster.
Links ist die uralte Version des Character Law & Campaign Law zu sehen und in der Mitte die bekanntere. Die deutsche Übersetzung rechts liegt mir in zwei Varianten vor: mit dem Logo von Queen Games bzw. dem von Laurin.

In diesem Buch steckt viel drin. Die wichtige Grundlage für den Charakterbau. Alle Regeln, um x-beliebige Spielsituationen zu handhaben. Und ein damals für mich wegweisendes 50 Seiten starkes Kapitel für den Weltenbau. Selbst heute schaue ich noch gerne gelegentlich in diesen Abschnitt. Ein genialer Schachzug war die Erfindung der Tabelle für Bewegungsmanöver mit Modifikationen. Mit ihr lässt sich universell fast jede Aktion schlüssig und schnell darstellen. Als Spielleiter gehört die ganzseitige Tabelle standardisierter NSC von der Stufe 1 bis 20 als elementare Spielhilfe für improvisierte Kämpfe. Und sowohl Spielleiter als auch Spieler greifen bei jeder Runde nach dem Buch, um sich über einzukaufende Ausrüstung zu informieren.

#1304 At Rapier's Point - A Genre Book

Das Cover des Genre-Buchs At Rapier's Point für das Pen-and-Paper Rollenspiel zeigt einen Fechtkampf.
Elegante Fechtkämpfe und ein aufsteigendes Bürgertum als Amtsadel (Profession Noblesse de Robe) sind zwei schöne Ideen dieses Kampagnenbuchs.

Nie habe ich in einer Mantel-und-Degen-Welt gespielt, doch dieses Genre inspiriert. Bereits als Kind verschlang ich Alexandre Dumas’ Roman Die drei Musketiere und die nachfolgenden Bände. Und so sind im Laufe der Jahre immer wieder Aspekte in mein Setting eingeflossen. Eine konkretes Beispiel: die Profession Noblesse de Robe aus At Rapier's Point. Moderne Elemente des 16. und 17. Jahrhunderts wie das Schießpulver ignoriere ich geflissentlich.

Tipp: Bei DriveThruRPG bekommst Du für kleines Geld das PDF der Spielhilfe.

#1400 Creatures & Treasures - Kreaturen & Monster Band I

Auf der Abbildung ist links das amerikanische Heft Creatures & Treasures und rechts das deutsche Pendant Kreaturen & Monster zu sehen.
Warum erst Ende der 90er eine Übersetzung erschienen ist, während längst das Rolemaster Standard System (RMSS) im Fokus der Distribution stand, ist mir ein Rätsel.

Mit fortschreitender Zeit veränderte sich mein Blick auf dieses Companion. Vor 30 Jahren war es unheimlich spannend, wenn der Spielleiter auf den Encounter-Tabellen gewürfelt hat und nach dem Kampf die Schatztabellen gezückt wurden. Doch schnell wurde das langweilig und die Monster mussten in das Setting passen und eine Begegnung glaubwürdig sein. Das C&T verlor ein wenig an Reiz, sind die Inhalte, das Layout und der Satz doch simpel gestrickt. Heute entwerfe ich die Monster, Fauna und Flora wie diesen Ghul aus dem Dorrland, dämonische Diener Norgoth, riesige Raubtierbestien, skurrile Waldtrolle, diese angsteinflößende Meeresspezie oder die Meeresfauna und -flora einer Küste selbst spezifisch abgestimmt auf mein Setting, doch damals war das Creatures & Treasures eine Offenbarung. Über die Jahre praktisch blieben dagegen die Kampfwerte zahlloser Kreaturen, die das Creatures & Treasures für viele Gefechte bereithielt.

#1410 Creatures & Treasures II - Kreaturen & Monster Band II

Das Foto zeigt das Creatures & Treasures II und die deutsche Übersetzung Kreaturen & Monster Band II.
Erstaunlich: Erst 1997 wurde der deutsche Band für die Rolemaster 2nd Edition gedruckt, als der Nachfolger Rolemaster Standard Rules (RMSS) bereits zwei Jahre auf dem Markt war.

Gegenüber dem ersten C&T der Rolemaster 2nd Edition bietet der zweite Band deutlich mehr Nervenkitzel. Die Kreaturen und Monster sind häufig ausgefallener und mächtiger. Meine persönliche Erfahrung: Sie passen dadurch nicht unbedingt besser in ein Setting. Fingerspitzengefühl ist angesagt.

Tipp: Für ein paar Euro lädst Du bei DriveThruRPG das PDF der Spielhilfe Creatures & Treasures II herunter.

#1420 Heroes and Rogues

Auf dem Bild ist die Pen-and-Paper Rollenspiel Spielhilfe Heroes and Rogues zu sehen.
Das Heroes and Rogues habe ich mir zugelegt, um meine Sammlung zu vervollständigen.

Ich erstelle seit 20 Jahren mein Setting DAS BUCH DER KÖNIGREICHE, ohne auf externen Content zurückzugreifen. Und bereits davor achtete ich darauf, lieber eigenständig Inhalte zu kreieren. Das Companion Heroes and Rogues mit einer Reihe editierbarer NSC war somit für mich kein Thema. Das mir vorliegende Exemplar dient alleine meiner Sammlung.

Tipp: Wer das PDF des Heroes and Rogues benötigt, wird bei DriveThruRPG fündig.

#1430 Creatures & Treasures III

Das Titelbild des Creatures & Treasures III zeigt einen Feuer schnaubenden Drachenschädel.
Steindrachen, Vampirkönige und gigantische Skelettkonstrukte bringen richtig Power ins Spiel.

Hast Du meinen Kommentar zum Creatures & Treasures II gelesen? Dann nimm das und packe eine Schippe darauf. Da ich es nie gemocht habe, eine Runde Superhelden durch ein Spiel zu geleiten, konnte ich bislang wenig Nutzen aus dem C&T III ziehen. In Deutschland - sagt mir ein Preisetikett - kostete ein mir vorliegendes Exemplar DM 37,50.

Tipp: Das Creatures & Treasures III gibt es als PDF bei DriveThruRPG.

#1500 Rolemaster Companion - Buch des Arkanen Wissens

Du siehst links die amerikanische Ausgaben des Rolemaster Companion und rechts daneben die deutsche in Leder gebundene Ausgabe.
Auf den ersten Blick könnten sich zwei Bücher kaum unähnlicher sein, auch wenn sie sich inhaltlich gleichen.

Lecker! Das Companion ist eines der besten. Die Idee von Earthnodes treibt mich bis heute um, die Professionen Druide, Nachtklinge (Nightblade) und Paladin sind immer noch aktuell und an Spruchlisten wie Bladerunes hatten wir einst jahrelang Freude. Natürlich funktioniert nicht alles: Beispielsweise halte ich vom High Warrior Monk nichts. So überragend er zu kämpfen vermag, so wenig eignet er sich für ein vielseitiges Rollenspiel und passt nur schwer in meine Settings. Bevor ich eigene Rassen entwickelt habe, lieferte mir das Companion Stoff für eine größere Vielfalt. Und kein Charakter entstand schließlich ohne Wurf auf den Hintergrundtabellen Skill at Arms und Skill at Magic. Last but not least hat mir früher der kurze Abschnitt über City Design geholfen.

Tipp: Das Rolemaster Companion I ist digital überarbeitet für Fans von Rolemaster Classic und Rolemaster 2nd Edition bei Ulisses Spiele als Download erhältlich.

#1510 Elemental Companion

Das Foto zeigt das Elemental Companion - das Buch für das Spezialthema Elemente und Elementarmagie.
Grässlich! Nicht das Companion, sondern mein ungelenker Versuch, es in eine selbstklebende Schutzfolie einzuschlagen.

Ob ich das Heft, für das ich einst bei einem Besuch in den Staaten $15.00 auf den Ladentisch hingeblättert habe, gut oder schlecht finden soll, weiß ich nicht. Jedenfalls hat die Klebebindung meines Exemplars leider sehr bald aufgegeben. Aber das nur am Rande. Inhaltlich gefällt mir, dass das Companion das Thema gut beleuchtet und so den Blick weitet, wie viel komplexer Elementarmagie sein kann. Ein Magier war gestern. Und das ist dann zugleich der Nachteil: Übernimmt der Spielleiter ein zu großes Maß, entwertet er möglicherweise ungewollt herkömmliche Professionen. Zeitweise habe ich vor vielen Jahren einen Semi Spell User aus dem Elemental Companion in einer Pen-and-Paper Runde gespielt und fand es toll, dass er zu Beginn bereits kleine Elementardiener (Whispling) befehligen konnte. Heute sehe ich mehr Gefahren für ein gutes Rollenspielerlebnis und halte die Berufe und ihre ausgedünnten Zauberspruchlisten für zu einseitig. Einzelne Themen sind allerdings einen zweiten Blick wert: zum Beispiel die Elemental Races / Crossbreeds.

Für das Elemental Companion gibt es einen eigenen Wikipedia-Artikel.

#1520 Spell User's Companion

Hier siehst Du die Titelseite des Spell User's Companion aus dem Jahr 1991.
Die Einführung von Psion Magie (Telepathie, aus Spacemaster) und viele weitere Inhalte des Spell User's Companion hatten für mich keinerlei Nutzen.

Es ist nicht das dünnste Rolemaster Companion, gehört für mich aber zu denjenigen, dessen Inhalt mir in all den Jahren wenig genützt hat. Das mag an meinem Faible für Low Fantasy Settings liegen. Mächtige Magie passt dort einfach nicht so gut. Trotzdem wanderte die eine oder andere Spruchliste (z. B. zusätzliche Basisspruchlisten des Monk und anderer Professionen) in unser Portfolio. Und ein paar Regeln. Zum Beispiel die Fate Points. Die Idee der Prosaic Spruchlisten mit Alltagszaubern gefiel mir, bereicherte jedoch eher meine NSC als die SC.

#1530 Alchemy Companion

Das Foto zeigt das Alchemy Companion mit einem Alchemisten auf dem Titel.
Das Alchemy Companion ist eines der in den Jahren 1986 bis 1993 veröffentlichten zusätzlichen Companion Bücher für Spezialthemen.

210 Seiten! Und Seite um Seite des in den Staaten für $ 17.25 verkauften Buchs überzeugt. Seit 25 Jahren hole ich das Buch immer wieder gerne aus dem Regal. Wie bearbeitet man Metall, Glas, Stein, Leder und andere Materialien? Welche besonderen Metalle gibt es? Welchen Aufwand bedeutet es und welche Kosten fallen an, wenn ein maßgefertigter magischer Gegenstand erschaffen wird? Wie regel ich Ritualmagie und gehe mit magischen Dingen um, denen ein ggf. starker eigener Wille innewohnt? Alle diese Fragen beantwortet das Alchemy Companion ausführlich und durchdacht.

Tolle neue alchemistische Professionen, darunter sogar interessante Non Spell User wie der Charlatan, begeistern. Und ihre unzähligen Zaubersprüche ermöglichten mir es als Spielleiter erstmals, an jeden Ort meines Settings passende Angebote zu platzieren. Magische Tattoos, Kerzen, Teppiche, Fischernetze, Kleidung, Rüstung, Waffen, Golems, Potions u. v. m. deckt das System ab. Beeindruckend! Dieses Companion ist für den Spielleiter im Pen-and-Paper Rollenspiel eine tolle Hilfe.

Vielleicht interessant? Ob Sattel, Fischernetz, Schwert, Rüstung, Zaubertrunk, Runenpapier oder Zauberstab: Den Herstellungsaufwand und die anfallenden Kosten für die ausgefallensten magischen Gegenstände liefern schnell die von mir erstellten Tabellen für magische Gegenstände.

#1540 Oriental Companion

Die Abbildung zeigt das Softcover Buch Oriental Companion für das Pen-and-Paper Rollenspiel.
Dem Oriental Companion aus dem Jahr 1992 folgte nur noch ein Band mit einem Spezialthema: das Arms Companion im Jahr 1993.

Wer einen Samurai, einen Ninja oder Shinto Priest spielen und kulturelle Besonderheiten Asiens einbringen möchte, liegt mit dem Oriental Companion richtig. Selbst eigene Rassen liefert das 112 Seiten starke Heft, das sich im Layout und Satz von allen anderen Companions abhebt. Es ist sehr luftig gesetzt und die Schriftgröße erstaunlich groß. Reichte es sonst nicht für ein verkaufsfähiges Heft?

Einer meiner Spieler hat vor vielen Jahren einen Hengeyokai verkörpert. der die Fähigkeit der Gestaltwandlung in eine Katzenform beherrscht. Dabei haben wir allerdings viele asiatische Merkmale des Charakters an das damalige Setting angepasst, da meine Königreiche bisher kaum asiatische Merkmale besitzen. Was ich - wie ich gerade beim Schreiben merke - zukünftig eine neue Facette werden könnte.

Tipp: Wer das PDF des Oriental Companion benötigt, wird bei DriveThruRPG fündig.

#1600 Rolemaster Companion II

Das Cover des zweiten Rolemaster Companions für das Pen-and-Paper Rollenspiel zeigt einen gepanzerten Krieger und einen Magier im Kampf.
13 neue Professionen, 65 neue Zauberspruchlisten und über 100 neue Fertigkeiten führt das Companion ein, dessen deutsche Übersetzung aus dem Jahr 1995 den Titel Buch der Dunklen Künste trägt.

Die Fortsetzung eines guten Films enttäuscht häufig. Bei den Companions ist das zum Glück nicht der Fall. Der Paladin bekommt zusätzliche Basisspruchlisten, der Beastmaster und der Warrior Mage werden als attraktive Charakterklassen eingeführt. Beides Semi Spell User, die gut kämpfen können, körperliche Fähigkeiten mitbringen und bereits zu Beginn ihrer Karriere mit effektiven Zaubern aufwarten. Und wer hat nicht im letzten Jahrtausend vor dem Röhrenfernseher gesessen und wünschte sich, selbst der Beastmaster zu sein? Ab 1987 war das zumindest im Pen-and-Paper möglich. Weitere Professionen wie der Runemaster, Conjurer oder Sage waren dafür weniger gut spielbar, lieferten dem Spielleiter aber endlich neues Futter für seine NSC.

Kommen wir zum Charakterbau. Dieser wurde mit dem zweiten Companion revolutioniert. Ausführliche Fertigkeitsbeschreibungen, Tabellen für Entwicklungskosten aller bisher veröffentlichen Professionen, Stufenboni und vieles mehr machten das Heft unersetzlich für meine Gruppe. Und die alternativen Static Action Tabellen vereinfachten dem Spielleiter die Entscheidung über den Erfolg und Misserfolg von Aktionen der Spieler.

Gehe ich nach einem Preisetikett auf einem amerikanischen Exemplar, wurde es für damals für $11.25 verkauft.

#1700 Rolemaster Companion III

Es ist das Rolemaster Companion III aus meiner Büchersammlung abgebildet.
96 Seiten stark ist das Softcover Buch aus dem 1988. Die deutsche Übersetzung mit dem Titel Buch der Beschwörungen erschien erst 1996.

Dem zweiten Companion folgte mit diesem Werk ein weiterer Leckerbissen! Zahlreiche neue Professionen erweiterten das Angebot – für Spieler und Spielleiter. Bounty Hunter, Assassin, Farmer, Craftsman, Cavalier, Gypsy, Sailor, Noble Warrior, Montebanc, Sleuth, Moon Mage und Magus sind nicht einmal alle. Schaue ich auf die Regeloptionen, fallen mir zwei Dinge auf: Mit dem Companion III bekam die Ritualmagie ein Gesicht und die A, B oder C Picks für hohe Stats wirkten sich auf die Spielercharaktere aus. Uns gefiel die Idee.

#1800 Rolemaster Companion IV

Die Abbildung zeigt das Pen-and-Paper Rollenspiel Companion IV der Rolemaster 2nd Edition.
Mit 96 Seiten Umfang bietet das auch inhaltlich wenig überzeugende vierte Companion vergleichsweise wenig für das Geld.

Mit dem Companion IV ist der Zenit der nummerierten Zusatzbände nun doch erkennbar überschritten: Die Professionen Astral Taveller, Houri, Enchanter und Leader sprengen entweder das Setting, führen es in Bereiche, die für mich nicht in den Fokus meines Pen-and-Paper Rollenspiels gehören oder langweilen sehr. Unzählige Regeloptionen des Hefts empfand ich als obsolet. Vergleichsweise wenig gelangte in unser Spiel: Die Regelungen für Breaking 150 oder den Kampf mit zwei kombinierten Waffen (TWC = Two Weapon Combo) sind zwei Beispiele.

#1900 Rolemaster Companion V

Die Aufnahme stellt Dir die Titelseite des Companion V der Rolemaster 2nd Edition vor.
Gewagtes Titelmotiv: ein feuriger Kreis auf einem Schiffsdeck und ein loderndes Flammenschwert sorgen bei der Besatzung sicherlich für Unbehagen.

Der inhaltliche Fokus des Companion V widmet sich der Magie. Und spricht mich deshalb schon nicht so an. Die drei beschriebenen Charakterklassen Forcemage, Maleficant und Wizard sind zwar ausgefallen, wirken aber neben den bisherigen deplatziert und wenig spielbar. Bis heute verstehe ich nicht, warum sie entwickelt worden sind. Schön und gut, dass das Companion weitere zusätzliche Basislisten für z. B. den Druiden beinhaltet. Mir stellt sich aber die Frage, warum mit der wachsenden Anzahl an Erweiterungen einige Charakterklassen absurd gepusht werden und das Balancing völlig aus dem Ruder gerät. Immerhin ein paar kleine Lichtblicke liefert das Buch: Es führt den universellen Angriff vom Stuhlbein bis zum Sand in die Augen schleudern mit eigener Angriffstabelle Brawling ein. Gut! Auch die Regeln für Erste Hilfe nahmen wir dankbar an. Für immer gut in Erinnerung bleibt mir die Option Parrying for Advantage, die wir in den 90ern zum Vorteil meines Mönchs fehlinterpretierten.

#1901 Rolemaster Companion VI

Auf dem Bild ist das Cover des Companions VI der Rolemaster 2nd Edition zu sehen.
Auf einem meiner Exempläre verrät ein Preisschild den damaligen Verkaufspreis von $ 13.50.

Meiner Meinung nach ist das Companion VI überflüssig. Kaum etwas daraus konnte ich je gebrauchen. Die Inhalte wie Science Fantasy Professions trafen bei einem Liebhaber der Low Fantasy auf wenig Liebe. Selbst die beschriebenen Fantasy Professionen Romantic, Free Thinker, Seeker, Creator und Cultist ließen mich ratlos zurück. Sie waren weder für das Spiel nützlich, noch füllten sie thematisch eine Lücke. Seite um Seite blätterte ich durch das Companion und stieß auf kaum etwas, was mich ansprach. Lachen musste ich über einige Seiten von Spells der Stufen 75, 100 und 125. Was sollte das? Selbst eine High Fantasy Runde wird diese wohl kaum für ihre Spielercharaktere benötigen. Und ein Spielleiter sollte, wenn er einen Gott, Halbgott oder ein ähnlich machtvolles Wesen ins Spiel einbringt, selbstständig in der Lage sein, die vorhandenen Spruchlisten um machtvollere Spruchvarianten zu ergänzen. Alleine die Stats Mods Table für alle Tiere und Kreaturen des Creatures & Treasures stellte sich im Laufe der Jahre einige Male als praktisch heraus. Das ist aber nicht viel für ein 130 Seiten starkes Regelbuch.

#1902 Rolemaster Companion VII

Auf dem Bild ist die Titelseite des 7. Companions der Rolemaster 2nd Edition zu sehen.
Ein letztes Aufbäumen: 1993 schloss das Companion VII die Reihe der nummerierten Zusatzbände einigermaßen versöhnlich ab.

Die enthaltenen Professionen wie Tarot Mage oder Doppelgänger sind durchaus interessant, fanden aber bisher noch nicht den Weg in mein Spiel. Einen Arms Master und einen Witchhunter haben Spieler jeweils einmal verkörpert. Sie wirken auf mich allerdings blass. Mit Begeisterung haben wir damals das Regelwerk für das Schwimmen und Ertrinken aufgenommen und mehrfach verwendet. Bis heute gefällt es mir sehr gut. Static Action Tables für Arts und Fine Arts überzeugten und die erweiterten Regeln für Martial Arts und Fate Points waren auch etwas für uns.

#3200 Lóríen & the Halls of the Elven Smiths

Die Abbildung zeigt das in 1986 gedruckte Heft Lóríen & the Halls of the Elven Smiths.
Die Elben von Lórien kennt heute aufgrund der Verfilmung des Romans Der Herr der Ringe fast jedes Kind.

Lóríen & the Halls of the Elven Smiths ist für mich ein schönes Sammlerobjekt, ohne dass ich dafür einen konkreten Nutzen hätte. Ich habe es als Freund der Low Fantasy nie für mein Pen-and-Paper Rollenspiel verwendet. Heute staune ich ein wenig über den Umschlag, der ggf. mit einer silbernen Sonderfarbe gedruckt wurde. Vor 34 Jahren! Mir gefällt es.

#5541 Underground Races

Das Titelbild der Spielhilfe Races & Cultures Underground Races zeigt einen in einer Höhle kämpfenden Zwerg.
Zwerge, Gnolle, Gnome, Goblins, Hobgoblins, Halblinge, Kobolde, fünf Arten von Orcs und Troglodyten füllen das Underground Races.

Ok, diese Pen-and-Paper Spielhilfe gehört zu RMSS. Also dem Nachfolger meiner favorisierten 2nd Edition. Dennoch habe ich das Underground Races in mein Herz geschlossen. Als ich in den 90ern selbst noch wenige Völker und Kulturen entworfen habe, diente das Heft mir sehr, Zwerge, Gnolle und andere in Höhlen und Stollen heimische Wesen mit kulturellen Details anzureichern. Für SC und NSC. Es enthält eben manche Kleinigkeit wie spezifische Münzen, Rüstungen, Waffen und viele kulturelle Feinheiten, die ein Spielleiter sich zügig herauspicken kann.

#5542 Castles & Ruins

Hier präsentiert sich das Titelbild des Rolemaster Companions Castles & Ruins.
Wer nur Fluff mag oder sich alleine am Power Gaming ergötzt, wird mit Castles & Ruins nicht glücklich. Es artet ein wenig in Arbeit ohne schnelle Belohnung aus, sich mit einem eigenen Bauprojekt zu beschäftigen. Und am Ende brennen Deine Feinde Dein Bauwerk noch nieder ...

Für meine in der Rolle als Spielleiter gestalteten Bauwerke ist das Castle & Ruins nicht relevant. Aber irgendwann kommen Spieler im Pen-and-Paper Rollenspiel auf die Idee, ihre eigene trutzige Burg, ein prächtiges Schloss oder den größten Tempelbau der Welt zu errichten. Versprochen! Im Laufe der Jahrzehnte durfte ich das mehrfach erleben und hatte viel Freude damit. Theoretisch klingt so eine Sache auch ganz toll, aber wie sieht das in der Praxis aus? Entweder besucht der Spielleiter Guédelon und erfährt alle Umstände so eines unglaublich komplexen Projekts aus erster Hand oder er greift zum 192 Seiten starken Castles & Ruins. Perfekt! Ein tolles Buch!

Tipp: Digital ist das Castle & Ruins noch bei DriveThruRPG zu bekommen!

#6010 Shadow World - Jaiman Land of Twilight

Auf dem Foto ist das Cover von Shadow World - Jaiman Land of Twilight zu sehen.
Die Spielhilfe für die Shadow World ist eine von drei Büchern meiner Sammlung.

Im Genre High Fantasy angelegt, trifft die Shadow World nicht meinen persönlichen Geschmack. Früher habe ich trotzdem gerne in den Spielhilfen des Settings geblättert, um meine Kreativität anzuregen.

#6012 Shadow World - Sky Giants of the Brass Stair

Das Cover der Spielhilfe für das Pen-and-Paper Rollenspiel zeigt ein diffuses Bild.
Was soll mir das Artwork sagen?

Hier gilt mein Kommentar zur Shadow World - Jaiman Land of Twilight. Einige Informationen über das Heft findest in einem eigenen Wikipedia-Artikel.

#6014 Shadow World - Norek Intrigue in a City-State of Jaiman

Auf der Abbildung ist das Buch Shadow World - Norek Intrigue in a City-State of Jaiman zu sehen.
Früher diente mir das Heft zur Inspiration, blieb mir aber immer fremd.

Über die 88 Seiten starke Spielhilfe Norek Intrigue in a City-State of Jaiman erfährst Du mehr in einem eigenen Wikipedia-Artikel.

#8201 Die Festung auf der Wetterspitze

Die Abbildung zeigt das Cover des Hefts Die Festung auf der Wetterspitze.
Ich mag die deutschen Übersetzungen der MERS Spielhilfen. Für die damalige Zeit waren sie erstaunlich hochwertig produziert.

Anfang der 90er Jahre entwarf ich meine erste eigene Pen-and-Paper Welt. Aus heutiger Sicht laienhaft und nicht strukturiert genug. In das Zentrum meiner mit Bleistift gezeichneten ersten Stadtkarte, platzierte ich dann den Grundriss der Festung auf der Wetterspitze. Ein wenig verschämt, da ich einsehen musste, so etwas nicht in Eigenleistung kreieren zu können. Und ich wollte damals schon gerne sagen, alles selbst realisiert zu haben.